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Die Stadt wurde schon seit längerer Zeit immer wieder als Spielfeld begriffen: Angefangen mit Baudelaires Flaneur im 19. Jahrhundert über die Situationistische Internationale im letzten Jahrhundert bis zur urbanen Sportart Parkour im 21. Jahrhundert. Alle Ansätze nutzen das spielerische Verhalten entweder als Möglichkeit zur Begegnung mit anderen Menschen oder mit dem urbanen Raum. Sie stellen dabei Normierungen, Routinen und feststehende Regeln des alltäglichen urbanen Lebens in Frage. Mit dem Aufkommen mobiler Technologien und der Verbreitung des Internets entwickelten sich die Städte zu erweiterten Spielfeldern, in denen Spiele und spielerisches Verhalten in einer Kombination aus physischem und digitalem Erleben auftreten. Viele Akteure, von künstlerischen Gruppierungen über politische Aktivisten und Sicherheitsorganisationen bis hin zu wirtschaftlich-orientierten Institutionen, nutzen vermehrt das scheinbar unersättliche Verlangen nach spielerischem Entdecken der urbanen Umwelt.

Die Tagung «rePLAYCE:theCITY» diskutiert verschiedene Konzeptionen, wie die Stadt als Spiel als ermöglichende und restriktive spielerische Struktur inszeniert wird. Sie untersucht, wie sich dabei die physischen und sozialen Räume verändern. Mit von der Partie sind der Philosoph Robert Pfaller, der SpielentwicklerEric ZimmermanDrew Hemment (FutureEverything), Matt Adams (Blast Theory),Friederich von Boerries (RLF), die SpieletheoretikerInnen Margarete Jahrmann,Matthias Fuchs und Daniela Kuka, die Künstlerkollektive !Mediengruppe Bitnik, Neuro-X, Invisible Playground, machina Ex, Extraleben und viele andere.

The city has repeatedly been understood as a playing field: from Baudelaire’s flaneur in the 19th century to the Situationist International in the past century to the contemporary urban sport Parkour. All of these approaches work with playful behaviour either as a possibility for social interaction or for an interaction with the urban space. They challenge norms, routines and fixed rules of the every day urban life. With mobile technologies and the internet these urban playgrounds have widened into a field in which play is a combination of physical and digital experience. Many actors, from artistic formations to political activists and security organisations to for-profit institutions more and more frequently use the allegedly insatiable desire for a playful discovery of the urban ecology.
The symposium «rePLAYCE:theCITY» discusses various conceptions of how the city is staged as a game featuring both enabling and restricting structures. It studies how the physical and social spaces are transformed in this process. Participants are the philosopher Robert Pfaller, the game developer Eric Zimmerman, Drew Hemment (FutureEverything), Matt Adams (Blast Theory),Friederich von Boerries (RLF), the game theorists Margarete Jahrmann, Matthias Fuchs and Daniela Kuka, the art collectives !Mediengruppe Bitnik, Neuro-X, Invisible Playground, machina Ex, Extraleben and many more.

replayce program

 

Bericht auf SRF-Kulturplatz

 

 

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